oktober 2024

Veranstaltungsdetails
F.I.M. FESTIVAL ´24 Internationales Festival Improvisierter Musik Das Forum Improvisierter Musik / F.I.M. möchte die Tradition des F.I.M. der 90er Jahre wieder aufnehmen, bei der jährlich ein international
Veranstaltungsdetails
F.I.M. FESTIVAL ´24
Internationales Festival Improvisierter Musik
Das Forum Improvisierter Musik / F.I.M. möchte die Tradition des F.I.M. der 90er Jahre wieder aufnehmen, bei der jährlich ein international besetztes Festival mit hochkarätigen Avantgardisten veranstaltet wurde.
Das F.I.M. Festival ´24 präsentiert an zwei Festivaltagen eine Vielzahl von Ausprägungen Improvisierter Musik, wie der Neuen Improvisationsmusik, hochkarätige Solo Improvisationen, bis zu wilden Noise-Konstrukten. Es werden international etablierte Größen des Genres wie auch junge Formationen präsentiert. Das am 12.+13. Oktober 2024 stattfindende Festival möchte mit der Mischung aus lokalen, nationalen und internationalen Künstler*innen die breite Palette avantgardistisch-experimenteller Musikströmungen dem Publikum präsentieren.
Das F.I.M. Festival ´24 ist eine Veranstaltung des – Forum Improvisierter Musik/ F.I.M. – Frankfurt mit Unterstützung der Förderer und Kooperationspartner
Förderer: Kulturamt Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Partner/ Kooperationspartner: Brotfabrik, Nebbiensches Gartenhaus/ Frankfurter Künstlerclub, mal sehn Kino, Hotel Villa Orange
Jazzinitiative Frankfurt, wolke verlag, Journal Frankfurt
Übersicht Festivalprogramm – Brotfabrik – Samstag 12.10.2024
19:00 Uhr Abdelnour – Škrijelj
Christine Abdulnour/F – Saxophon
Emilie Škrijelj/F – Akkordeon
Im Duo-Format treffen zwei Musikerinnen aufeinander, die Ihre Instrumente auf ungewöhnliche Spielweise präsentieren.
Christine Abdulnour, libanesischer Herkunft, lebt in Frankreich und ist Gast auf internationalen Bühnen. Durch intensives experimentieren am Instrument, konnte sie unter Verwendung von zeitgenössischen Techniken eine ganz eigene musikalische Sprache entwickeln. Ihr Spiel und spezielle Spielweise erzeugt Klangpassagen, die elektronischer Musik nahe kommen. Sie betrachtet Klang als formbares Material, reich an konkreten Texturen, das Atem, Stille und immersive Klänge vereint.
https://vimeo.com/228830182

Emilie Škrijelj erzeugt, inspiriert durch Forschungen mit Plattenspieler, modularen Synthesizern und Feldaufnahmen, Klangeffekte auf dem Akkordeon, die ebenfalls stilistisch elektronischer Musik zuzuordnen sind. 2020 gründete sie mit Tom Malmendier das Label eux sæm, das sich der improvisierten und experimentellen Musik widmet.
https://youtu.be/cAOc5NNffbw?si=ol4cCOKGK1wY2TKN

20:15 Uhr Bärtsch – Dell – Frith – Portugal – Gratkowski – Riessler
„solo + tutti“
Mariá Portugal/BRA – Schlagzeug
Fred Frith/GB – Gitarre
Nik Bärtsch/CH – Piano
Michael Riessler/D – Bassklarinette
Christopher Dell/D – Vibraphon
Frank Gratkowski/D – Saxophon
Das Format „solo + tutti“ bringt 6 Hochkaräter der Extraklasse zusammen. Im ersten Teil präsentiert jede/r Musiker*in innerhalb eines Solos seine Improvisationskunst. Im zweiten Teil treten die Musiker*innen zusammen in Interaktion.
Die brasilianische Schlagzeugerin, Sängerin, Komponistin und Produzentin Mariá Portugal ist seit mehr als 20 Jahren in der Musikszene von São Paulo aktiv. Sie hat für Tanz, Theater und Kino komponiert, und war 2020 die „13. Improviser in Residence“ des Moers Festivals. Stark verwurzelt in der Brasilianischen Gesangs-/Songwriting-Tradition und mit großem Interesse an elektronischer Musik, konzentriert sie sich derzeit auf Improvisation und deren Einsatz in der Songkomposition und Performance. Mariá lebt aktuell in Köln.
https://youtu.be/uWioQ4d_rzE?si=xbrr9rP9TAUiQ_TG

Fred Frith (Gitarre), wahrlich ein großer Name in der Improvisierten Musik. In den siebziger Jahren mit der britischen Artrock Formationen „Henry Cow“ und „Art Bears“ musikalisch-experimentell sozialisiert, gründete er nach seinem Wechsel nach New York Anfang der achtziger Jahre die Avantgarde-Rock Formationen „Massacre“ (u.a. mit Bill Laswell), und „Skeleton Crew“. In seiner New York Zeit war er Teil von John Zorn’s „Naked City“ und spielte mit vielen Musiker*innen der New Yorker Avantgarde/downtown Musikszene. Fred komponiert intensiv für Film und Tanz, und unterrichtete jahrelang Improvisation am Mills College in Oakland/Kalifornien, und der Musik-Akademie in Basel. Mittlerweile wurde sein Werk auch im Bereich der zeitgenössischen Musik aufgeführt (u.a.v. Ensemble Modern, Arditti Quartett).
https://youtu.be/veKzGR8S_AM?si=M5wnEcZqPpemDGPO

Nik Bärtsch (Piano), in der Jazzwelt mit seiner Schweizer Formation „Ronin“ bekannt, hat seit der Jahrtausendwende immer auch an Solowerken gearbeitet. Sein Spiel, geprägt u.a. durch die japanische Zen-Kultur, modular-strukturiert, meditativ, verwoben und minimalistisch, mit zeitgenössischem Fundus kann trance-artige Zustände erzeugen. Nik Bärtsch merkt zu seiner Musik an, „dass er versucht loszulassen, einen Flow im Stück zu finden; den Drang, die Musik zu forcieren, zu überwinden und so eine höhere Ebene der Freiheit in Übereinstimmung mit der Form des Werkes zu finden“.
https://youtu.be/cTTO3dg3b7s

Der Bassklarinettist Michael Riessler, geboren 1957 in Ulm, ist ein Grenzgänger zwischen Improvisation und zeitgenössischer Klassik, zwischen Sprache und Klang, Musik und Tanz. Riessler hat mit großen Musikern und Komponisten aus unterschiedlichsten Lagern gearbeitet, darunter Maurizio Kagel, John Cage, Steve Reich, Helmut Lachenmann, das Arditti Quartett, das Ensemble Modern, David Byrne, Michel Portal, Carla Bley, Terry Bozzio, Sabine Meyer und das Vokalensemble SINGER PUR. Seine CD-Aufnahmen wurden u.a. mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem SWF-Jazzpreis ausgezeichnet. Riessler unterrichtete u.a. bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und internationalen Hochschulen, bis 2023 hatte er eine Professur für Jazz an der Münchner Musikhochschule inne.

Christopher Dell (Vibraphon) ist Komponist, Musiker und Städtebau- und Architekturtheoretiker. Als Komponist und Musiker arbeitet Christopher Dell an der Schnittstelle zwischen zeitgenössisch-komponierter und improvisierter Musik. Vor diesem Hintergrund hat er ein unverwechselbares Werk entwickelt, das sich durch konstante Recherche, konzeptionelle Diskursivität und das Schaffen disziplinübergreifender Experimentalsysteme auszeichnet. Dell gilt laut Reclam Jazzlexikon als der führende Vibraphonist seiner Generation, die FAZ nannte ihn den “größten Vibraphontechniker“ der europäischen Jazzgeschichte. Dell ist Leiter des ifit, Institut für Improvisationstechnologie, Berlin. Für seine Solo-Veröffentlichung „Monodosis III“ erhielt Dell den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 3/2023.
https://youtu.be/KjiuGD8OkN4?si=PrPWSwvn2U4D5a53
Frank Gratkowski (Saxophon), geboren 1963 in Hamburg, studierte an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz. Er arbeitet intensiv an klanglichen Erweiterungen und Modifikationen seines Instrumentariums in Solo-Projekten und kleinen Formationen mit unorthodoxen, zum Teil selbst entwickelten Spieltechniken und mikro- intervallischen Konzepten. Unter eigenem Namen veröffentlichte Frank Gratkowski um die 50 CDs, als Sideman ist er an einer unbekannten Anzahl weiterer Produktionen beteiligt. 2005 erhielt er den renommierten Jazzpreis des Südwestrundfunks (SWR). Frank Gratkowski lebt in Berlin. Er lehrte an Musikhochschulen in Arnheim, Hannover, Berlin und aktuell Köln und kann auf ausgedehnte internationale Erfahrungen als Hochschullehrer und Workshop-Leiter zurückblicken.
https://www.youtube.com/watch?v=eL9ql9lf6E8

23:00 Uhr DJ Jazzmadass
DJ Jazzmadass ist seit Jahrzehnten als Bassist im Rhein-Main-Neckar Raum tätig. Seit den 90er Jahren hat er seine Passion als DJ entdeckt. Jahrelanges Sammeln von Tonträgern und ein gewisser Missionierungsdrang, sowie gute Response haben ihn bei diesem neuen Weg geleitet und bestätigt.„Das Gefühl mit einem Publikum eins zu werden ist äußerst beglückend“. Seit ca. 1999 ist Jazzmadass Sendungsmacher bei Radio X, Frankfurt (Jazz 91.8, The Jazzmadass Radioshow).
https://www.mixcloud.com/Jazzmadass

Tickets
12.10.24
Komplettes Programm: 30,- € + Service- und VVK-Entgelt I AK: 35,- € I Kulturpass 1,- €
Nur DJ Jazzmadass: AK: 10,- €, kein VVK I Einlass ab 22:30
Für Mitglieder der Jazz Initiative gibt es (gegen Vorlage des Mitgliedsausweises) rabattierte Tickets für 30,-€ an der Abendkasse.
Festivalticket
12.10. + 13.10.2024: 50,- € + Service- und VVK-Entgelt
Weitere Informationen zum Festival, Programm und den Künstler*innen unter fim-ffm.de
Preise
VVK: 30 € + Service- und VVK-Entgelt / AK: 35 € / Jazz Initiative: 25 € an der AK / Sitzplatz














